Die 4 größten Tuningfehler
Wir alle lieben unsere Autos. Da ist es klar, dass wir uns immer wieder darauf freuen, wenn wir diese noch tiefer, schneller, schöner und leichter machen können. Doch auch beim Tuning kursieren einige Mythen und daraus resultierende Fehler. Und wenn man Pech hat, können diese sehr teuer werden. Damit ihr euch beim Fahren eures liebsten Gefährts wohl fühlen könnt, haben wir für euch in diesem Blogartikel die 4 größten Fehler zusammengefasst, und wir sind uns sicher, dass euch mindestens eines davon ziemlich überraschen wird ;).
Fehler Nr. 1: Je größer die Felge, desto besser!
Ich gebe zu, dass große Felgen natürlich sehr schön aussehen und ein echter Hingucker sein können. Auch als „Tuningeinsteiger“ wird oft am Anfang erstmal das Aussehen verbessert, worunter natürlich auch die Felgen fallen. Doch da begehen viele einen großen Fehler: desto größer die Felge, desto besser! Desto besser ist das Fahrverhalten, desto besser ist der Grip, desto besser kann man um die Kurven schießen und, und, und… doch das stimmt so nicht ganz. Zu große Felgen sorgen nämlich dafür, dass dem Reifen schnell die Luft ausgeht. Und wenn wir bedenken, dass unser gesamtes Gefährt nur über unsere 4 Räder bewegt wird, ist das Letzte was wir wollen, dass diesen irgendwann einmal der Sack zugemacht wird. Zu breite Felgen bringen gleichzeitig auch einige Gefahren mit sich, unter anderem auch erhöhtes Risiko für Aquaplaning. Es gibt übrigens noch etwas zu beachten: je größer die Felge, desto schwerer! Und desto mehr Gewicht, desto weniger Beschleunigung, auch nicht gerade das, was man sich unter Tuning vorstellt, oder?
Doch was ist nun die perfekte Größe? Naja, das ist bei jedem Auto unterschiedlich, doch im Durchschnitt sind 18-20 Zoll optimal. Leichtmetallfelgen bei dieser Größe können das Fahrverhalten ebenfalls verbessern! (Nur bitte eintragen lassen 😉)
Fehler Nr. 2: Spoiler verbessern die Aerodynamik
Hierbei ist von nachgerüsteten Spoilern die Rede. Einfach so einen Spoiler hinten drauf zu montieren mag ja schön aussehen, doch kann das Fahrverhalten um einiges verschlechtern. Vielleicht habt ihr mal diese Videos gesehen, bei denen Rennautos plötzlich von vorne abheben. Das liegt nicht unbedingt daran, dass diese zu schnell unterwegs waren, sondern dass etwas mit der Aerodynamik nicht stimmte. Wenn ich hinten nämlich einen Flügel habe, sorgt dieser für Anpressdruck. Mein Auto wird beim Fahren dadurch verstärkt hinten nach unten gedrückt. Wenn ich hinten einen zu großen Anpressdruck habe, sorgt das für ein schlechteres Fahrverhalten. Deshalb investieren Firmen Millionen in die Aerodynamik eines Autos, bei dem man nicht einfach willkürlich herumpfuschen sollte.
Fehler Nr. 3: Chiptuning ist ungefährlich fürs Auto
Grundsätzlich muss man eines beachten: mehr Leistung = mehr Belastung. Dieses Prinzip gilt immer. Und es ist durchaus so, dass die meisten Motoren der Hersteller gewisse Reserven haben, die von den Chiptunern gerne ausgenützt werden. Doch diese Reserven haben auch einen Grund. Die Autos werden genau so vom Hersteller abgestimmt, dass der Motor eine möglichst hohe Lebenserwartung hat. Wenn man sich nun an die Reserven ranmacht, wird die Lebenserwartung höchstwahrscheinlich sinken. Vor allem dann, wenn man zu viel aus dem Motor herausholen will. Dennoch kann Chiptuning bis zu einem gewissen Grad in Ordnung sein, nur behaltet euch die Gefahr dabei immer im Hinterkopf, es ist ja schließlich euer Geld!
Fehler Nr. 4: Alles ist erlaubt, solang mein Teil eine ABE hat
Nein, das stimmt so nicht. Was ist, wenn deine Stoßdämpfer eine ABE haben, jedoch deine Reifen dadurch schleifen? Was ist, wenn die Abgasanlage eine ABE hat, jedoch am Boden ankommt? Vermutlich merkt ihr es schon, nur weil ein Teil eine ABE hat, überträgt sich dies nicht gleich auf alles andere. Nur wenn keine Einschränkungen auf andere Teile des Autos vorliegen, kann man damit fahren. Ansonsten kann es bei der nächsten Polizeikontrolle sehr ungemütlich werden.
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